Ein kurzer Ausflug in den Niederlanden!

Hoi!

Nun ja, reisen tun wir ja gerne (am besten gleich wieder losfahren wenn man grad nach Hause gekommen ist), doch leider ist dies nicht immer möglich. Was hab ich mich also gefreut als mein Kumpel mich bat, ihn am 22. Mai nach Amsterdam zum Flughafen zu bringen. Gerne sagte ich zu. Ich dachte mir, wenn ich schon in die Niederlande fahren muss, dann können wir (meine Frau und ich) auch gleich ein paar Tage dort verbringen. Gespannt warteten wir dann auf den Tag, den 22en Mai!

Die Woche davor schauten wir uns online an wo man dort hinfahren und wo man dann die Nächte verbringen könnte. Es sollten zwei Nächte werden, die wir in unserem Sharan auf einem, oder zwei Campingplätzen verbringen wollten. Doch es kommt alles anders als man will. Der Sharan hat sich nämlich geweigert diesen Weg auf sich zu nehmen. Turbolader hin – das Auto spring ständig in Notlauf – und so auf der Autobahn zu fahren war uns dann doch zu riskant. Doch es gibt für jedes Problem auch eine Lösung, und diese Lösung kam dann auch von meinem Kumpel. Er bestand einfach darauf, dass wir für diese Fahrt sein Auto – einen schönen T4 Multivan nehmen. Ein Auto mit viel Platz, einer guten Möglichkeit um die Nacht im Auto zu verbringen und einem ausklappbaren Tisch um seinen Mahlzeiten einnehmen zu können. Gesagt getan, wir nahmen also am Sonntag den 22en sein Auto und fuhren um 4 Uhr morgens los in Richtung Amsterdam – Shiphol.

IMG_20160522_202439Die Straßen waren frei, und wir kamen gut voran. Gegen 9 Uhr waren wir bereits am Flughafen und haben meinen Kumpel und seine Frau dort rausgelassen. Für die beiden ging es jetzt weiter mit dem Flugzeug nach Kanada und für uns erst mal zu einem Parkplatz im Nationalpark Zuid-Kennemerland. Es war der Parkplatz am „Parnassia ann Zee“. Leider schlug das Wetter kurz bevor wir den Parkplatz erreichten um. Die Wolken zogen auf, und es begann zu nieseln. Was sollten wir jetzt machen? Rausgehen und ein wenig im Regen durch den Nationalpark spazieren? – Nein, erst stand das Frühstück auf dem Plan. Während wir frühstückten hat es auch aufgehört zu nieseln und die Sonne kam raus. Also ging´s jetzt los. Wir wollten uns den Nationalpark ein wenig anschauen und den Tag einfach genießen. Doch wohin sollten wir gehen? Richtung Strand? Vom Parkplatz den Weg Richtung Osten in den Nationalpark rein? Oder doch Parallel zum Strand? Wir endschieden uns Richtung Osten, in den Nationalpark rein zu gehen. Auf dem Schild stand auch irgendetwas von wegen Vogelmeer. Was das wohl sein sollte? Der weg war leicht zu gehen – ein geteerter Weg. Gut zum Fahrrad fahren und zum Joggen, und dafür wurde er auch hauptsächlich benutzt, denn viele kamen uns auf ihren Sporträdern oder mit ihren Laufschuhen an den Füssen entgegen. Wir gingen diesen Weg, vorbei an einigen Wasserlöchern, weiter bis wir zu unserer linken einen Hügel mit einer Aussichtsplattform drauf sahen. Dann gingen wir einen Muschelweg in Richtung dieser Aussichtsplattform. Von da oben hatten wir eine Schöne Aussicht Richtung Bloemendaal und zur anderen Seite auf einen See, dem sogenannten Vogelmeer. Nachdem wir die Aussicht von hier oben genossen haben gingen wir dann den Weg zum Vogelmeer runter. Und je näher wir zum Vogelmeer kamen, desto lauter und herrlicher wurde der Gesang der ganzen Vögel die da waren. Auf der Südseite des Vogelmeeres gibt es eine offene Beobachtungshütte von der man durch die Schlitze in den Wänden so manch einen Wasservogel beobachten kann. Eine saubere Hütte mit Sitzmöglichkeit und Schießschartenartigen Guckschlitzen zu drei Seiten – gerne hätte ich so eine Hütte bei uns in der Nähe, doch leider ist mir nichts Derartiges bekannt. Zu beobachten waren z.B. Schwäne mit ihren Jungen, Grau- und Kanadagänze mit Jungen, Kormorane, Kiebitze, Hauben- und Zwergtaucher und viele andere Vögel. Leider zog sich der Himmel wieder zu, und weil wir nicht unbedingt Nass werden wollten mussten wir weiter gehen. Vom See aus haben wir versucht, soweit unser Orientierungssinn das mitgemacht hat, Richtung Meer zu gehen. Der Himmel wurde immer dunkler, und die Wolken immer dichter, doch noch regnete es nicht. Als wir dann ca. eine Stunde später auf dem Weg, der parallel zum Strand geht, beim Auto ankamen, hat sich die Sicht, durch den bewölkten Himmel, die tiefen Wolken und den grauen Nebel so verschlechtert, dass man nicht mal 100 Meter weit sehen konnte – Aber es regnete immer noch nicht. Und so gingen wir nicht gleich zum Auto sondern erstmal runter zum Strand. Doch da war leider nichts zu sehen. Wir standen mit den Füssen fast im Wasser, aber das Meer konnten wir doch nicht sehen. Eine graue Wand aus Nebel und Wolken stand zwischen uns und dem Meer. Also verließen wir das Meer, ohne es richtig gesehen zu haben!

(Kosten für den Parkplatzt – für ca. 6 Stunden 12,- €!)

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Nun, was stand als nächstes auf dem Plan? – Ein Besuch des Städtchens Haarlem. Dort wollten wir uns unter anderem die Windmühle „De Adriaan“ anschauen. Doch die Suche nach einem Parkplatz in der Stadt erwies sich als nicht ganz so einfach! Der einzige Parkplatz den wir gefunden haben war ein kleiner Platz neben der Straße, halb auf dem Fahrradweg und halb auf dem Bürgersteig. Parkgebühr pro Stunde 4,10 € und ca. 30 Minuten Fußmarsch bis De Adriaan! Da der T4 nicht grad das Stadtauto schlecht-hin ist und es mir zu riskant war den hier stehen zu lassen haben wir uns um entschieden und sind einfach weiter gefahren. Für „De Adriaan“ ergibt sich bestimmt irgendwann nochmal eine Gelegenheit! Jetzt ging es für uns erstmal weiter zur Schlossruine Brederode. Ein im 13ten Jahrhundert wahrscheinlich schönes Schloss, in dem ich jetzt aber nicht gern wohnen würde ;)! Das alte Schloss, steht umgeben von dem Schlossgraben, in dem einige Enten, Gänse und Karpfen rumschwimmen, am Ortsrand des Ortes Santpoort. Für 3,- € pro Person durften wir die Ruinen betreten und uns alles was dort vorhanden ist anschauen. Leider ist dort nicht wirklich viel ausgestellt, und das was dort ausgestellt ist (Geschichte des Schlosses und der Bewohner) ist leider auf Niederländisch, was wir leider nicht verstehen! Es war nur ein kurzer Besuch hier auf der Ruine, aber es hat sich doch gelohnt!

 

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Der nächste Ort , den ich dann ins Navi eingegeben habe war Zaandam. Hier sollte es wunderschöne Windmühlen entlang des Kanals geben. So fuhren wir also nach Zaandam. Im Vorfeld hatte ich mich über diesen Ort, sowie auch die anderen Orte die wir besuchten nicht wirklich informiert. Und das war in diesem Fall wahrscheinlich ein Fehler. Das einzige Bild was ich mir von diesem Ort gemacht habe entstand durchs anschauen der Bilder dieser Windmühlen. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass Zaandam ein kleiner Ort ist, in dem wir die Windmühlen schnell finden würden. Doch dem war nicht so, wir fuhren durch die Stadt, und um die Stadt, und wieder durch die Stadt, aber von den Windmühlen keine Spur. Erst als wir es schon aufgeben wollten, entdeckten wir die Windmühlen, die nicht direkt in Zaandam stehen, sondern in Zaanse Schans. Dies ist ein Dorf nördlich von Zaandam, gegenüber von Zaandijk an der Zaan gelegen! Da wir auf der Suche der Windmühlen jetzt von Norden, aus Richtung Bartelsluis kamen, parkten wir unser Auto Nördlich der Windmühlen in einer (für Autos) Sackgasse. Von hier gingen wir den Weg an dem die Windmühlen stehen zu Fuß lang. Leider war es schon nach 19 Uhr und die kleinen Läden für Souvenirs und ähnliches hatten schon zu. Nach dem wir hier ein wenig rumgeschlendert sind gingen wir zurück zum Auto. Fuhren von hier zu einer Parkanlage, etwas außerhalb der Stadt, um uns auf unserem Campingkocher eine Suppe abzukochen und kamen erst wieder als es bereits dunkel war um ein Paar Fotos von den Windmühlen im Dunkeln zu machen!

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Nun, nachdem die Fotos soweit fertig waren, standen wir vor dem nächsten Problem. Geplant hatten wir die Nacht im Auto auf einem Campingplatz zu verbringen. Doch es war bereits halb elf und die Campingplätze hatten schon zu. Den Nächsten Tag wollten wir am Strand von Julianadorp verbringen, also machten wir uns auf dem Weg dorthin. Unterwegs würden wir schon ein Parkplatz finden, auf dem wir die Nacht verbringen könnten – so dachten wir zumindest. Gegen halb eins „Nachts“ kamen wir in Julianadorp an, Müde und ohne einen Platz zu schlafen. Etwas außerhalb der Stadt fanden wir dann einen Parkplatz, der ziemlich leer war und nicht zu einem Einkaufszentrum gehörte, und auf dem nachts parken verboten war. Egal, ich konnte einfach nicht mehr weiter fahren. In der letzten Ecke des Parkplatzes stellten wir unser Auto ab, machten die Rückbank zum Schlafen fertig und legten uns hin. Die Nächste Nacht konnten wir ja auf dem Campingplatz verbringen.

Als wir dann am Morgen aufwachten, stellten wir fest, dass der Regen, der bereits während der Fahrt angefangen hat in der Nacht noch schlimmer wurde. Auf dem Parkplatz um das Auto stand das Wasser auf dem Gras. Was also tun? Einen guten Morgen Kaffee kochen war wegen dem starken Regen nicht drin. Wir entschieden uns eine Bäckerei aufzusuchen, um zu frühstücken und dann würden wir weiter sehen, was wir machen würden. Doch leider wurde das mit der Bäckerei dann aber doch nichts, denn in den Niederlanden wird am Montag wohl nicht gearbeitet. Naja, zumindest vormittags. Alle Bäckereien, die wir ansteuerten (in Julianadorp und auch in Den Helder) war noch zu. Öffnungszeiten am Montag erst ab 13.00 Uhr. Na toll – es regnet, wir hatten eine kurze Nacht und Frühstück gibt´s in diesem Land auch nicht. Da wir nicht wussten wann der Regen aufhört und nicht wirklich Lust hatten den ganzen Tag im Auto zu verbringen, haben wir uns kurzerhand entschlossen unseren Ausflug in die Niederlande bereits nach der ersten Nacht abzubrechen. Die zweite Nacht würden wir nicht auf einem Campingplatz, sondern in unserem Bett verbringen! Aber wir kommen bestimmt irgendwann mal wieder, wenn es nicht regnet, und nicht am Montag wenn die Läden zu haben! Das Frühstück an diesem Montag gab´s dann übrigen auf dem Weg nach Hause bei McDonalds.

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